Max Kühner (Photo: Rolex Grand Slam / Peggy Schröder)

Max Kühner gewinnt den Rolex Grand Prix von The Dutch Masters und wird der neue Live Contender

Das dreitägige CSI 5*-Reitturnier The Dutch Masters gipfelte im prestigeträchtigen Rolex Grand Prix, dem ersten Major des Rolex Grand Slam des Jahres 2021. Alle Augen der Springsportwelt waren auf den 28 Jahre alten Schweizer Rolex-Markenbotschafter Martin Fuchs gerichtet, der nach seinem Sieg im Rolex Grand Prix des CHI in Genf im Dezember 2019 als Anwärter auf den berühmten Titel nach ‘s-Hertogenbosch gereist war.

Auf seinem talentierten Schimmelwallach Clooney musste sich Fuchs starker Konkurrenz stellen. Unter den zahlreichen erfahrenen Reitern befand sich mit dem Briten Scott Brash ein weiterer Rolex-Botschafter, dazu waren der US-Amerikaner Kent Farrington, die aktuelle Nummer Eins der Weltrangliste, sowie der Schweizer Steve Guerdat und der Franzose Kevin Staut am Start. Weitere bekannte Namen waren das deutsche Trio Marcus Ehning, Christian Ahlmann und Daniel Deußer, die US-Amerikanerin Laura Kraut und der Schwede Peder Fredricson. Mit 42 Reitern aus 15 Ländern konnte sich die Teilnehmerliste wirklich sehen lassen und nicht wenige von ihnen hatten das Zeug, sich die begehrte Position als neuer Anwärter zu sichern.

Doch es kam anders: Sowohl Scott Brash und sein zwölfjähriger Wallach Hello Jefferson als auch Kent Farrington und seine dreizehnjährige Stute Austria 2 schieden aus, während Fuchs und Staut beide jeweils acht Strafpunkte verbuchten. Auch zahlreiche weitere Paare scheiterten an der von Parcoursdesigner Louis Konickx gestellten Aufgabe, sodass nur acht Paare fehlerlos blieben. Der 300 Meter lange Stechparcours mit sieben Hindernissen stellte die Reiter vor eine ultimative Prüfung ihres Könnens, ihrer Entschlossenheit und ihrer Präzision.

Philipp Weishaupt war der Einzige der acht Reiter im Stechen, der bereits einen Sieg bei einer der Etappen des Rolex Grand Slam verbuchen konnte (beim CHIO Aachen 2013 und beim CSIO Spruce Meadows ‘Masters’ 2017), sodass der Deutsche einen leichten Erfahrungsvorteil besaß. Weishaupt trat gegen seinen Landsmann Christian Kukuk, das belgische Duo Jerome Guery und Gudrun Patteet, Luciana Diniz aus Portugal, den Brasilianer Marlon Modolo Zanotelli, Max Kühner aus Österreich und den Niederländer Willem Greve an.

Als erster Reiter legte Weishaupt eine schnelle Zeit vor und absolvierte die Prüfung fehlerfrei in 33,71 Sekunden. Seine Führung währte aber nicht lange: Christian Kukuk ging auf seinem elfjährigen Schimmelwallach Checker 47 als nächster Starter ins Stechen und war 0,14 Sekunden schneller als sein Landsmann. Und da keiner der nächsten Reiter Kukuks Leistung übertrumpfen konnte, sollte sich das Schicksal des Grand Prix zwischen Marlon Modolo Zanotelli und Max Kühner entscheiden. Kühner und sein zehnjähriger Wallach Elektric Blue P gingen als Vorletzte in den Wettkampf. Mit beeindruckendem Tempo absolvierten sie den Parcours mehr als eine Sekunde schneller als Kukuk und setzten sich somit auf Platz 1 der Wertung. Und dort sollten sie auch bleiben, denn der 32 Jahre alte Brasilianer verlor auf dem Weg zum letzten Hindernis an Boden und kam mit einem Rückstand von 0,17 Sekunden auf Rang zwei ins Ziel.

Äußerst zufrieden mit seiner Leistung sagte Max Kühner, der neue Anwärter auf den Rolex Grand Slam of Show Jumping: „Ich habe mein Auge schon immer auf den Rolex Grand Slam gerichtet, daher freue ich mich sehr, dass es heute geklappt hat.“

„Ich habe Elektric Blue [Elektric Blue P] seit er zwei Jahre alt war. Damals sah ich ihn beim Freispringen in einem Video und er gefiel mir sofort. Die Auktion lief bereits, also kauften wir ihn. Er hat immer alles sehr gut gemacht, war immer schon ein sehr gutes Pferd und er hat mich nie enttäuscht. Er hat unglaubliches Potenzial, das Springen fällt ihm relativ leicht. Außerdem verfügt er über einen guten Charakter und er mag den Sport. Zuhause wird ihm schnell langweilig, daher haben wir ein besonderes Programm für ihn. Wir reiten ihn aus oder fahren mit ihm in die Berge, wo wir ihn im Gelände bergauf und bergab reiten können.“

„Ich habe Spruce Meadows und Aachen im September bereits fest eingeplant. Bis dahin ist es noch lang, aber wir werden so früh wie möglich mit der Vorbereitung beginnen. Ich würde gerne Chardonnay [Chardonnay 79] mit nach Calgary nehmen, da er beim letzten Spruce Meadows Grand Prix im Jahr 2019 sehr gut gesprungen und auf Platz 3 gekommen ist. Und vielleicht nehmen wir Elektric Blue mit nach Aachen.“

Rolex Grand Slam

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